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Klara Köhl

Kommunikationsdesign

# Abschlussarbeit

# Bachelor

Read me

Das Buch READ ME von Klara Köhl

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Innenseiten von READ ME von Klara Köhl

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READ ME von Klara Köhl

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Innenseiten von READ ME von Klara Köhl

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Detail: Innenseiten von READ ME von Klara Köhl

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Bildnachweise: 1) Klara Köhl, 2) Klara Köhl, 3) Klara Köhl, 4) Klara Köhl, 5) Klara Köhl

Das erste Bild, das in meinem Kopf aufkommt, wenn ich an den Begriff „lesen“ denke, ist das von einem Buch. Ich denke an Lesen als Hobby und an Lesen im Zusammenhang mit meinem Studium. Ich denke an den Umgang mit geschriebener Sprache, der im Kommunikationsdesign fester Bestandteil des Arbeitsalltags ist. Ich setze mich mit Leserlichkeit und Lesbarkeit auseinander. Ich beschäftige mich damit, wie man wichtige Informationen sichtbar darstellen und wie durch geschriebene Sprache Aufmerksamkeit erzeugt werden kann.
Ich denke an geschriebene und gelesene Kommunikation sowohl im Zusammenhang mit Design als auch im alltäglichen, privaten Kontext. Ich denke an das Lesen von Kurznachrichten und Briefen, von Zeitungen, Postkarten und Beiträgen auf Social Media. Ich denke daran, wie viele Worte und Sätze ich am Tag lese, bewusst oder unbewusst.

Gleichzeitig stelle ich mir die Frage: Wann lese ich nicht, obwohl ich es tun könnte und sogar sollte? Ich nehme die Frage zum Anlass, mich mit meinem persönlichen Leseverhalten zu befassen und damit, was wir mit Lesen eigentlich meinen, wenn wir darüber sprechen.

READ ME befasst sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit einer Sammlung aus all den Büchern, Zeitschriften, E-Mails und Texten, die ich nicht gelesen habe, obwohl ich sie einmal lesen wollte – weil im Alltag die Prioritäten andere waren, weil die Texte zu kompliziert waren, weil ich den Newsletter immer noch abonniert habe, obwohl er mich eigentlich nicht interessiert.

Sie werden gesammelt, betrachtet, sortiert und katalogisiert. Dabei ist die Zielsetzung die Beobachtung selbst: Was bedeutet für mich Lesen und wie gehe ich mit diesem Stapel ungelesener Dinge um? Manchmal reicht ein Blättern aus, ein Überfliegen und manchmal fühlt es sich an, als hätte ich eine nicht abgearbeitete To-Do-Liste, die von Tag zu Tag länger wird. Entstanden ist ein Buch, das genau diese Beobachtungen auf analytische, sammelnde, aber auch persönliche und experimentelle Weise darstellt. Dabei ist es selbst ein Objekt, das – wie alle Gegenstände der Sammlung – durchgeblättert, angeschaut und [nicht] gelesen werden kann.

Details

Studienjahr

Sommersemester 2025

Betreuung

Prof. Stefan Hauser